Jeder hat das Recht „nein“ zu sagen. Weshalb nur gibt es so wenige, die von diesem Recht auch Gebrauch machen?
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich ein spezieller Gedanke ganz weit verbreitet hat: „Hauptsache in nichts hinein kommen“.
Unser Schulsystem und ein großer Teil der Gesellschaft möchte uns klarmachen, dass man es im Leben einfacher hat, wenn man „mit dem Strom schwimmt“. Wenn man immer gleicher Meinung mit den anderen ist. Ganz egal, ob man es ist oder nicht. Bloß keine Stellung beziehen. Nicht schwarz sein und auch nicht weiß. Lieber grau. Grau tut keinem weh.
Du verlierst nicht aber du gewinnst eben auch nicht.
„NEIN“ sagen zu können ist eine Stärke. Und es ist einfacher, als du denkst.
Wenn du es schon einmal bewusst praktiziert hast, weisst du, wie gut es sich anfühlt.
Im Falle eines Selbstständigen oder eines Unternehmers heißt das im Speziellen: nicht jeder Kunde, der möchte, dass wir für ihn arbeiten ist auch ein guter Kunde. Diese Erfahrung wird jeder von uns machen. Früher oder später. Ganz egal in welcher Branche.
Höre auf dein Bauchgefühl. Wenn ein Job oder ein Kunde im Vorfeld schon nach Ärger riecht, dann hör auf dein Gefühl und lass die Finger davon.
Es fühlt sich gut an, „Nein“ zu sagen.
Gleiches gilt sowohl im beruflichen, als auch im privaten Umfeld.
Schließe nur Verträge mit Menschen, bei denen du ein gutes Gefühl hast.
Wenn dich jemand um einen Gefallen bittet, dann tue ihm diesen Gefallen, so lange du Lust dazu hast. Wenn nicht, dann mache nicht sein Problem zu deinem eigenen, nur weil du nicht den Mut gehabt hast „Nein“ zu sagen.
Und noch etwas ganz Wichtiges zum Schluss: nicht jedes „Nein“ muss begründet werden. Sobald du eine Begründung lieferst, hat dein Gegenüber auch sofort die Möglichkeit genau dort einzuhaken.
Wenn du dich entscheidest etwas abzulehnen, lehne es höflich aber bestimmt ab und bitte um Verständnis für deine Entscheidung. Punkt.
Ich selbst habe in meiner Karriere stets positive Erfahrungen mit der Macht des Wortes „Nein“ gemacht.
Auf jeden abgelehnten Job oder Kunden meinerseits, folgte ein besseres Jobangebot oder ein besserer Kunde.
Selbst im Bereich unserer Hochzeitsfotografie kommt es vor, dass wir Kunden ablehnen.
Es passt eben nicht immer.
Es fühlt sich nicht immer gut an.
Und wenn sich etwas nicht gut anfühlt, hast du keine Lust darauf und wenn du keine Lust auf einen Job oder auf einen Kunden hast, dann ist dein Produkt am Ende des Tages auch nicht perfekt.

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