Europapark Rust. Ich habe in den vergangenen Tagen viel nachgedacht, was der Europapark für mich persönlich bedeutet.
Jedes Mal, wenn ich dieses schöne Fleckchen Erde im Süden Deutschlands besuchen komme, fühlt es sich ein bisschen an, wie nach Hause kommen.
Klingt ein wenig kitschig und irgendwie abgedroschen. Ist aber tatsächlich so.
Das erste Mal hatte ich im Jahr 2000 beruflich hier zu tun. Damals für das Deutsche Unterhaltungsfernsehen. In den Jahren 2000 bis 2013 folgten dann über 200 Fernsehproduktionen, die mich immer wieder an diesen Ort zurückkehren ließen. Ich schätze, diese Fernsehe-Einsätze erforderten etwa zwischen 500 und 600 Übernachtungen, also kann ich sagen, dass ich ca. 1,5 Jahr meines Lebens in Rust verbracht habe. Das ist doch definitiv wie nach Hause kommen, oder?! 😉
Zugegebenermaßen ist die Zahl meiner Europapark-Besuche seit meinem Ausstieg aus der Fernsehbranche ein klein wenig zurückgegangen, dafür freue ich mich jedoch heutzutage um so mehr, einmal im Jahr gemeinsam mit meiner Frau Katharina, meiner Tochter und dem Deutschen Kinderhilfswerk ein paar wundervolle Tage im besten Freizeitpark der Welt verbringen zu dürfen.
Jedes Jahr im Sommer verleiht das DKHW hier die GOLDENE GÖRE.
Mit diesem Preis werden Projekte ausgezeichnet, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Die Goldene Göre ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und der renommierteste Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland.

Das Siegerprojekt 2017: „Generation Z – kann doch was“

Die Jugendlichen aus Bonn haben ohne professionelle Hilfe ein komplettes Musical zum Thema Kinderrechte auf die Beine gestellt. Die Geschichte von Anna und Matilda basiert auf Grimms Märchen ,,Hänsel und Gretel“. Aus familiären Gründen müssen sie ihr Elternhaus verlassen und kommen zur ,,Hexe“ Valentina. Diese strebt nach Reichtum und nutzt die Kinder aus, wobei sie die Kinderrechte missachtet und die Schwestern brutal in den Keller sperrt. Zusammen mit den anderen Pflegekindern und der Fee Amelié versuchen sie sich Valentinas Regeln zu widersetzen. Das Besondere an dem Musical: Regie, Schauspiel, Gesang, Tanz, Bühnenbild und Kostüm kommt alles aus einer Hand. Aus ihrer Hand. Bei ihren Aufführungen sammeln sie Spenden, um Kinder und Jugendliche in Not zu unterstützen. Die nächste Aufführung findet am 24. Juni in Bonn statt… es lohnt sich.
Seit vielen Jahren unterstützt der Europapark Rust die Verleihung der Goldenen Göre des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Ein ganz besonderer Höhepunkt des Abends war für alle Beteiligten ein exklusiver Flug in der neuesten Attraktion des Vergnügungsparks.
Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Miriam Mack, Botschafterin des DKHW, die uns allen mit einer Überraschung der ganz besonderen Art ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Und zwar ein Grinsen jener Sorte, das du für mehrere Stunden nicht mehr aus deinem Gesicht bekommst, nachdem du in der neuesten Attraktion des Parks, einem sehr besonderen „Fluggerät“ deinen Sicherheitsgurt geschlossen hast und versuchst, langsam zu realisieren, was da gerade um dich herum passiert. Klingt zu theatralisch? Ist auch mit Worten nicht zu beschreiben. Einfach mal selbst ausprobieren, dann wisst ihr, was ich meine: DAS VOLETARIUM im Europapark Rust. Vielen Dank, Miriam, für diesen exklusiven Flug über Europa. Ohne Wartezeit. Lange nachdem der EP seine Tore für die Besucher des Tages geschlossen hatte!
Ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Jahr. Gemeinsam mit vielen tollen neuen Projekten und dem Deutschen Kinderhilfswerk im Europapark Rust.

Fotografische Umsetzung

Da wir uns hier ja auf einem Foto-Blog befinden, der sich im speziellen mit dem Thema Reportagefotografie beschäftigt, möchte ich euch ein paar Hintergrundinfos bzgl. meiner persönlichen Herangehensweise an das Thema Event-Reportage natürlich nicht vorenthalten.

Ich war schon immer ein Freund der Qualität & nicht der Quantität und je länger ich meinen Job ausübe, desto mehr schränke ich mich ein, in Bezug auf die Wahl meines Equipments. Die meisten meiner Reportagen entstehen momentan mit der Leica (Typ 240) und einem bis maximal zwei Objektiven. Meist ein 35er und evtl. noch ein 21er. Dieses Setup kam auch bei der Reportage zur Goldenen Göre 2016 zum Einsatz.
Da die Preisverleihung in der gleichen Location wie in den Jahren zuvor stattfand (Ballsaal Berlin im Europapark), wollte ich in Bezug auf Brennweite und Perspektive dieses Mal ein wenig variieren und so kam die Canon 5D Mk III mit einem Canon EF 16-35mm f/2.8L II und einem Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM zum Einsatz.

Meiner Meinung nach ist die Lowlight-Performance der 5D Mk III in Verbindung mit gutem Glas auch gemessen an heutigen Standards noch immer hervorragend. Selbst bei „Indoor Available Light Jobs“. Ich bin bekanntermaßen kein Freund von Blitzen. Gerade wenn es um Reportage-Fotografie geht. Das was du fotografisch einfängst, sollte idealerweise so nah wie möglich am tatsächlichen Geschehen sein, wenn du Emotionen bildlich transportieren möchtest. Der allseits bekannte Leitsatz Emotionalität vor Qualität ist quasi die Tag-Line der Reportagefotografie. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass man ohne zu blitzen keine qualitativ hochwertigen Bilder machen kann. Ganz und gar nicht. Mit dem ganzen Geblitze zerstörst du einfach die Magie des Moments… meiner Meinung nach.

Die Bilder sind alle offenblendig mit f2.8 fotografiert. Bei Motiven ohne schnelle Bewegungen ist mein persönlicher Richtwert für derartige Jobs 1/160 Sekunde Verschlusszeit. Die Bilder on Stage entstanden meist mit einem ISO-Wert von 1250. Bei Publikumsschüssen oder Totalen aus den oberen Rängen waren zeitweise jedoch auch schon ISO 12800 nötig. Ja ich weiß… na und? Dann rauscht es eben ab & zu ein wenig!

Falls ihr Fragen habt, hinterlasst gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreibt mir eine Mail: mail@oliverlichtblau.de

Du interessierst dich für Reportage- & People-Fotografie? Hier gibt’s unsere Coaching-Angebote!

Und jetzt viel Spaß beim Bilder schauen!

 

Ingo Dubinski
EF 70-200mm f/2.8L IS II USM @ 70mm, 1/160 Sek. bei f / 2,8, ISO 4000

Harald Geywitz, Ingo Dubinski, Miriam Mack

Ingo Dubinski, Miriam Mack

EF 16-35mm f/2.8L II USM @ 25mm, 1/160 Sek. bei f / 2,8, ISO 1600

EF 70-200mm f/2.8L IS II USM @ 155mm, 1/160 Sek. bei f / 2,8, ISO 12800

EF 16-35mm f/2.8L II USM @ 16mm, 1/160 Sek. bei f / 2,8, ISO 6400

EF 16-35mm f/2.8L II USM @ 16mm, 1/160 Sek. bei f / 2,8, ISO 1250
Up Leon

EF 70-200mm f/2.8L IS II USM @ 70mm, 1/400 Sek. bei f / 2,8, ISO 5000
Ingo Dubinski, Beni Weber, Miriam Mack

Astrid Fünderich

Michael Gaedt

Ingo Dubinski, Holger Hofmann

Das Team des DKHW

Fotograf Stuttgart, Oliver Lichtblau

Kommentar verfassen